Umverteilung funktioniert doch: 30 % vom Netto an den Vermieter!

Da heißt es immer im politischen Biedermeier der Groko hätte sich nichts bewegt. Völlig falsch: Lt. der  Humboldt-Uni Berlinwird mehr umverteilt, denn je. Über die Richtung müsste man nochmal nachdenken.

Hierzu ein Gastkommentar von Leberecht Lottermann, unserem Fachmann für ein Leben in Leistungsgerechtigkeit.

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Leberecht Lottermann – Experte für Leistungsfgerechtigkeit

Grundsätzlich bedeutet wirtschaftliche Umverteilung, einen ökonomischen Status zu verändern. Die Einen geben, die Anderen erhalten.

Eine bedauernswerte linke Minderheit fordert immer noch, diese Umverteilung solle von „Reich nach Arm“ erfolgen. Leistungsfeindliche Elemente benutzen hierfür den Begriff „sozialer Ausgleich“. Dieser „Ausgleich“ wird per gesetzlicher Regelung herbeigeführt, nimmt den Leistungsträgern, gibt den Faulen, funktioniert nicht (siehe Mietpreisbremse) und ist seit Schröder aus der Mode gekommen.

Besser funktioniert der durch Schröder deutlich nach vorn gebrachte soziale Ausgleich von unten nach oben. Gesunkene Unternehmenssteuern, keine Vermögenssteuer, steigende Mieten* und sensationelle Riesterrenten an denen vor allem die Versicherungswirtschaft ihren Spaß hat.

Das ist Umverteilung im Sinne der Leistungsgerechtigkeit!

*die Einführung von Hartz 4, wachsende Kinderarmut, weniger Sozialwohnungen, weniger BaFöG …

Am 24.9. ist MUTTI-Tag – Eine Gelegenheit „Danke!“ zu sagen !!! Denn …

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…2009 machte der soziale Wohnungsbau noch 15 Prozent der Neubauten aus, 2013 und 2014 nur noch rund sechs Prozent. Anfang der 1990-er Jahre gab es (…) in Deutschland rund drei Millionen Sozialwohnungen, 2013 waren es nur noch halb so viele, nämlich 1,48 Millionen Quelle: tagesschau.de

… die Zahl der Bafög-Empfänger ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Seit einem Höchststand von 2012 mit 975.000 sinkt die Zahl der Empfänger kontinuierlich und liegt nun wieder unter dem Niveau von vor zehn Jahren.  Quelle: Zeit.de

… die Armut in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand von 15,7 Prozent angestiegen Quelle: dkhw.de

… jedes fünfte Kind lebt in einem Haushalt, der statistisch als einkommensarm oder davon bedroht gilt. Quelle Spiegel online

… die Bankenrettung infolge der Finanzkrise kostet den deutschen Steuerzahler bis zu 51,8 Milliarden Euro. Selbst im besten Falle lägen die Kosten für den Staat bei 34,2 Milliarde. Quelle: tagesschau.de

Armut ist nicht systemrelevant

 

Wir wissen wie Welt geht

Sauerundkohl

A gmaade Wiesn – Mutti und der rote Zwerg

Bundestagswahl ist alle 4 Jahre und am Ende gewinnt Mutti

Wir wissen wie Welt geht

Sauerundkohl

Erfahren Sie, warum die Bundestagswahl spannend ist und Keinen interessiert. Was macht der rote Zwerg mit Mutti? Was macht der rote Zwerg nach der Wahl? Wofür beten die Grünen? Und wo führt das alles hin?

Es wird jetzt schon um 8 Uhr dunkel. Der Sommer ist langsam vorbei. Sommer ist, wenn alle Urlaub haben und sich keiner für die Bundestagswahl interessiert. Der Herbst kommt. Herbst ist, wenn alle wieder arbeiten müssen und sich keiner für die Bundestagswahl interessiert.

 „Des is a gmaade Wiesn“, hochdeutsch „alles entschieden“: Weitere 4 Jahre Muttikratie. Reflektiertes Erleben kontemplativen, politischen Stillstands. Der rote Zwerg und die rote Zwergpartei suchen weiter nach Themen,um Mutti zu ärgern. Leider haben Sie das, was sie jetzt besser machen wollen, vorher schlechter (mit)entschieden: Maut, soziale Gerechtigkeit. (Viel mehr ist den Zwergen  zum Mutti-Ärgernauch nicht eingefallen).

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Also wird der rote Zwerg wieder  kleiner Partner einer Groko und ruiniert nochmal, im Rahmen des Koalitionsfriedens, 4 Jahre lang die letzten Rudimente sozialdemokratischer, wie hieß das noch: Ideale?

Oder kommt es doch anders? Chris Lindner, Bacherlor des Neuliberalismus und die Grünen mit Mutti im Jamaika-Reigen ?

Vorstellbar wäre es ja: Die Kretschmann Fraktion bei den öko-konservativen, vulgo „Grünen“, betet sowieso jeden Abend für Mutti, die FDP hat ohnehin wenig im Gepäck außer neoliberale Wirtschaftspolitik und segelt deshalb leicht im opportunistischen Wind und alle haben ein Faible für die Autoindustrie.

Dann ist es ja d o c h spannend – nur für den roten Zwerg nicht.

Und für die Autoindustrie.

Im Arsch – wegen 1,44 Euro Flaschenpfand vor Gericht

In München standen diese Woche zwei Flaschensammler wegen Diebstahls vor Gericht.

SAUERUNDKOHL – Gemeint sind hier nicht Liebhaber von Gebrauchsglas aus dem 17. und 18 Jahrhundert sondern Menschen, die sich mit Pfandsammeln das üppige Hartz 4 aufbessern.

Anwohner fanden das nicht toll, dass hier Leute in ihrem Wohlstandsmüll rumsuchen – vielleicht sogar noch in einer Gegend in der arme Leute jetzt wirklich nichts zu suchen haben – und holten die Polizei.

Der Richter war aber jetzt der Meinung, es sei kein Schaden entstanden – das Pfand für die 18 Flaschen im Wert von 1,44 Euro wäre ohnehin perdu gewesen. Ein Problem bleibt natürlich: Wie soll man jetzt noch dieses Gesindel aus den guten Gegenden fern halten – IST UNSER GUTER MÜLL JETZT NICHT MEHR SICHER ?

Eine Gesellschaft muss schon ganz schön im Arsch sein, wenn sie den Armen nicht mal mehr ihren Abfall gönnt.

 

Skandal – EILMELDUNG! DAS Ausland greift schamlos in den deutschen Wahlkampf ein !!!

München – Wieder passiert es! Eine Blitzrecherche unseres Enthüllungsjournalisten Jupp Kopalla deckt auf: Nach russischen Hackerangriffen auf die US Wahlen kommt es jetzt noch dicker in Deutschland!

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Sauerundkohl

Ein dänisches Filialunternehmen versucht Deutschland vor der Bundestagswahl mit Miniaturabbildungen des SPD Kandlerkanditaten Schulz (Foto unten) zu überschwemmen und so das Wahlergebnis der SPD wieder über 10 % zu bringen.

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Foto: Nicht 100% getroffene Miniaturplastik des SPD Kanzlerkandidaten
Schulz (Größe und Farbe entsprechen durchaus dem Original)

Sind wir denn vor nichts mehr sicher ? Attackiert die internationale (halb)Linke jetzt in tiefster Not mit allen Mitteln und durchtriebenen Methoden? Wehrt sich die CDU mit dem „Mutti“ T-Shirt ? Kontert die FDP mit dem kostenlosen Lindner-Barttrimmer ? Hacked die Linke jetzt linked in ?

Was die AFD macht, wollen wir gar nicht wissen.

Doch, wie es scheint, wird diese ruchlose rote Zwerg Attacke auf den deutschen Wähler erfolglos bleiben: Allzugut verkaufen sich die ca. 12 cm großen Fanartikel angeblich nicht.

Der „angemessene“ Gewinn

richtiger: Das unsinnige Gerede von „angemessenen“ Gewinn!

Stolzgeschwellt präsentieren Sauer und Kohl einen weiteren Gastbeitrag aus Leberecht Lottermanns Lexikon der Leistungsgesellschaft. Wiederum begegnet er kritisch eine DER zynischen Vergriffsverwirrungen unserer lottrigwerdenden Gleichmachergesellschaft.

Vorhang auf! Bild ab und Auf die Plätze!

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Leberecht Lottermann – unser Fachmann für ein Leben in Leistung und Gerechtigkeit

 

Wiederum ist es Leberecht Lottermann, unser Fachmann für ein Leben in Leistungsgerechtigkeit und Autor von Leberecht Lottermanns Lexikon der Leistungsgesellschaft, der uns die Welt erklärt! Hier: Die hinterlistige Lüge vom „angemessenen“ Gewinn.

Dieser Begriff verdient allenfalls eine kurze Erwähnung. Es handelt sich auch hier um den Versuch der moralinsüßen, terminologischen Verwässerung eines eindeutigen Zielsystems durch selbsternannte Wirtschaftsethiker und anderer, an den Gestaden befremdlicher Grenzwissenschaften gestrandeter, verwirrter Geister.

Der Begriff „Angemessenheit“ postuliert,  schier demagogisch, der von Unternehmen erzielte Gewinn sei mitunter „falsch“, zumeist „zu hoch“, bemessen . Spätestens seit Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wird immer wieder versucht derart  fadenscheinige, nicht operationalisierbare Begriffe in die Wirtschaftstheorie einzubringen. Junge Manager und Nachwuchswissenschaftler sollen hierdurch nachhaltig verunsichert und vom rechten Weg abgebracht werden.

Ausgehend von der Unterstellung, es gäbe einen Konflikt zwischen der unternehmerischen Gewinnerzielung und anderer, gleichbedeutender Interessenlagen werden auch hier wieder  wachsweiche Abwägungsentscheidungen zwischen Gewinnerzielungsinteresse und der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt gefordert. Eine ruchvolle und hinterhältigeTechnik, die wir bereits wiederholt in unseren Ausführungen entlarven konnten.

Nur eine konsequente Ausrichtung sämtlicher Bemühungen am wirtschaftlichen Wohlstand ermöglicht es doch, andere, nachgelagerte Interessenlagen in unserer Gesellschaft überhaupt am Rand wahrnehmen, ja, unter Umständen sogar berücksichtigen zu können. Würde eine Volkswirtschaft feige das Knie vor diesen „gleichbedeutenden“ Interessenlagen beugen, seien sie nur arbeitnehmerrechtlicher, ökologischer oder sozialer Natur, wären wir in kürzester Zeit zurückversetzt in ein überreguliertes frühmittelalterliches Ständewesen in welchem dem aktiv gestaltenden Unternehmer sofort Folter und Bäckertaufe drohten!

Lediglich einer Gruppe grün-alternativer Kartoffelkäfer in Menschengestalt mag ein derartiges Gesellschaftssystem aus drogenkonsumbedingt-träger Innovationsfeindlichkeit und mangelnder Hygiene als „beste aller möglichen Welten“ gelten.

Wir weisen derartige Gleichmacherei entschieden zurück. Froh sein soll der, für den, leistungscheu  in seiner Hängematte liegend, etwas übrig bleibt, das andere im  Schweiße ihres Angesichts tapfer erarbeitet haben! Abscheulich und widerwärtig, dann auch noch zu fordern!

Saumäßig sauer auf Apple !

Sauer läßt einen Apple Fehler reparieren und wird ver-appelt.

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Sauerundkohl

April 2017: Sauer hat ein Apple iphone S6 . Das S6 hat einen kaputten Akku – Produktionsfehler, sagt Apple. Da hat Apple ein Problem, könnte man meinen.

Stimmt aber nicht: Sauer hat ein Problem! Sauer braucht sein Handy und  in den nächsten 4 Wochen hat Apple blöderweise gerade mal  keine „autorisierten“ Ressourcen für die Reparatur. Vielleicht, weil es zu viele kaputte Akkus sind, was wiederum eigentlich das Problem von Apple ist/ wäre.

Ein Austauschgerät  gibt es auch nicht.

Da Sauer das Handy wegen einer Auslandreise braucht, lässt er es woanders reparieren – geht am nächsten Tag – komisch, die Anderen haben Ressourcen – und dann ab ins Ausland.

Nach seiner Rückkehr  fragt  Sauer bei den netten Call Center Leuten von Apple in Irland an, wie er die Kohle für die Reparatur wiederkriegt, schließlich war das ja ein Apple Produktionsfehler.

Die netten Call Center Leute von Apple in Irland sind auch total betroffen und wollen ganz wahnsinnig helfen und fragen auch nochmal beim Chef nach. Helfen können (wollen oder dürfen) sie aber nicht: Sauer kriegt die Kohle für die Reparatur nicht erstattet.

Begründung: Selber Schuld. Hättest ja warten können, bis Apple so weit ist, (Depp)!

Außerdem weist man Sauer darauf hin, dass er jetzt keine Garantie mehr hat für sein S6, weil der Akkuaustausch ja unautorisiert gelaufen ist.

Jetzt ist Sauer sauer und fühlt sich extrem verkohlt, nein verappelt, eigentlich verarscht.

Apple ist fein raus: Der Meister des eleganten Designs liefert zwar einen unelegant – steinzeitlichen Service, das aber zu minimalen Kosten und wälzt seine Probleme sauber auf seine Kunden ab:

Außen hui und innen faul!

Und wir rufen Apple den geilen Satz von ihrer Website zu:

„Alles, was Du machst, machst Du besser“ – gilt leider nicht für Euren Service!

Wenn das da draußen jemand liest: Sauer und Kohl würde gerne wissen, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt!

Abscheulich: NEID! Neues aus der Welt der niederen Beweggründe!

Auch heute erklärt uns Leberecht Lottermann, unser Fachmann für ein Leben in Leistungsgerechtigkeit, wieder ein Stück Welt: Den Neid und seine gastigen Ursachen.

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Leberecht Lottermann

Neid ist ein in unserer Gesellschaft weit verbreitetes und kategorisch abzulehnendes Phänomen.

Neid bedeutet, dass man gerne das hätte, was der Andere hat. Grundsätzlich hat der Andere das, was er hat, ohnehin nicht verdient. Deshalb sind, laut Sartre, die Anderen auch immer die Hölle.

Am weitesten verbreitet ist der Neid auf Vorstandsgehälter. Vorstände, allen voran die Vorstandsvorsitzenden, arbeiten  400 Tage im Jahr und 180 Stunden in der Woche. Sie haben einen Blutdruck von mindestens 280 zu 200 und eine durchschnittliche Lebenserwartung von 44 Jahren. Es werden aber durchaus auch ältere Exemplare gesichtet.

Der durchschnittliche Vorstandsvorsitzende muss 3 Ex-Ehefrauen mit durchfüttern, mehreren Kindern aus mehreren Ehen teure Internate finanzieren, sich mehrmals jährlich vor dem Aufsichtsrat und einmal vor der Hauptversammlung rechtfertigen, Reden für Ministerpräsidenten redigieren, Kanzler und -rinnen beraten und ist immer an allem Schuld und mit 1,5 Beinen im Knast.

Das nennt man Gesamtverantwortung.

Dies allein rechtfertigt schon ein siebenstelliges Gehalt. Vorstandsvorsitzende haben außerdem eine hohe gesellschaftliche Verantwortung für den Sharehold Value, dafür, dass es dem Diesel gut geht und dafür, dass wirtschaftliche Risiken optimal auf die SAllgemeinheit abgewälzt werden können. Energieversorger und Banken seinen hier als leuchtende Beispiele genannt.

Frauen sind in Vorständen selten anzutreffen. Allenfalls als Personalvorständin . Sie verdienen auch hier schlechter als ihre männlichen Kollegen und verletzen damit keine über Jahrzehnte etablierten Traditionen. Man ist Vorständinnen gegenüber deshalb weniger neidisch hinsichtlich der Bezüge, ist aber grundsätzlich skeptisch, was sie da oben im Vorstand überhaupt verloren haben und nennt sie dann Quotenfrauen.

Überlebt ein Vorstand sein Mandat wird er Aufsichtsrat oder Golfspieler. Er lebt dann vom kargen Ersparten und schreibt seine Memoiren.

Ein weiterer betriebswirtschaftlich relevanter Aspekt des Neids ist der Bandwaggon Effekt. Das bedeutet, dass man gerne kauft, was die Nachbarn haben. Das ist besonders schwierig, wenn man als Postbeamter zum Beispiel neben Christiano Ronaldo wohnt. Aber das kommt selten vor. Normalerweise bleibt man unter Seinesgleichen. Ronaldo bei Ronaldo und Postbeamte gibt es ohnehin kaum mehr.

Wenn man also immer mehr haben will als der Nachbar, lebt man in tätiger Unruhe. Diese wird als positive Konsumstimmung von den Wirtschaftswissenschaften geschätzt.

Wäre ja noch schöner, wenn man einfach mit dem zufrieden wäre, was man hat.

Faszination Sprache: Frühschoppen

Zur Zeit unserer Altvorderen war Frühschoppen eine schöne Möglichkeit sich am Sonntagmorgen die Kante zu geben. Das wurde als elementarer Bestandteil abendländischer Kultur verstanden.

Danach gings heim zu Mutti und den Kindern: Lecker Mittagessen und dann Sofaschläfchen.

Im Fernsehen gab es sogar den Internationalen Frühschoppen. Da hat dann ein Rudel Journalisten an besagtem Sonntagmorgen im Ersten bei Weisswein und vollen Studioaschenbechern die Weltlage diskutiert. Je nach Pegel sieht man die Weltlage

  • bis ca 1,1 Promille erregt und erhitzt (Stufe 1)
  • ab 1,1 Promille machtlos und gelassen (Stufe 2) bei nachlassend präziser Artikulation

Bei einer Trinkgeschwindigkeit von 0,5 Litern (Weißwein) / Stunde ist die Stufe 2 bei einem Veranstaltungsbeginn um 10 Uhr so gegen 11 Uhr 30 erreichbar. Beschleunigt man dann weiter, führt dies häufig zu Appetitlosigkeit und Diskussionen mit Mutti, die vermieden werden sollten 1).

Auch heute hätten wir hinreichend Grund uns die Weltlage schön zu trinken. Wobei die Diktatur des Proletariats etwas anders, als wir das bisher kannten, aktuell ja vor allem in den USA wenig fröhliche Urstände feiert.

Innenpolitisch wird uns auch weiterhin eine große Koalition durch weitgehende Tatenlosigkeit sedieren. Auch hier sind Diskussionen mit Mutti wenig erfreulich und führen zu nichts, sodass  vor allem Bewältigung der Außenpolitik Alkoholunterstützung erfordert. Man hat ohnehin den Eindruck, der eine oder andere hätte sich bereits vor Amtsantritt blöd gesoffen.

Heute versteht man unter Frühshoppen, wenn man vor 10 Uhr 30 morgens schon beim Einkaufen ist.

  1. vgl. hierzu: Bolzky, Hanko: Alkohol als Instrument der politischen Willensbildung – ein Selbstversuch; in: Zeitschrift für den politischen Alltag, 34. Jahrgang, Heft 233, S. 34-39

 

Der Mensch als Nutztier – Teil 2: Das Brathändl

Bronsky Landmann begibt sich heute auf eine aufregende Expedition in den Arsch unserer Gesellschaft!

Im Sommer tauscht der Mensch gerne die Enge der Großstadt mit der Enge des Hotelzimmers am Urlaubsort. Zwischendrin geht es auf Autobahn und Flughafen eng zu.

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Bronsky Landmann Unser Fachmann für Nutztierhaltung

Er begibt sich am Urlaubsort an den Strand, beschmiert sich mit bräunungs-fördernder Flüssigkeit und bräht sich, Reihe an Reihe mit seinen Artgenossen, kross.

Ein ähnliches Schicksal erlebt auch das Brathuhn. Allerdings postum. Es wird Reihe an Reihe, Kopf an Hals mit einen bräunungsfördernden Flüssigkeit bepinselt und bei hoher Hitze braun gebraten. Dem Menschen bleibt die hierzu erforderliche  Bastonade erspart. Er bräht nicht am Spieß. Die Rücken-an-Hals Reihung, das sogenannte Brownnosing, erlebt er ohnehin täglich in seiner Arbeitswelt. Das nennt man Karriere machen.

Dem Huhn ist das braun werden eigentlich egal, denn es ist zu diesem Zeitpunkt tot. Dem Menschen ist das braun werden wichtig, denn das ist schön, wirkt sympathisch und sexuell attraktiv und dokumentiert, dass man sich einen ordentlichen Urlaub leisten kann.

Irgendwann kommt der Mensch wieder nach Hause. Er tauscht Badehose, Socken und Sandalen wieder gegen Anzug und Krawatte; Bundesliga und Schule fangen wieder an.

Der Mensch begibt sich also, braungebrannt, Kopf voran wieder in den Arsch seines Chefs, was in Anbetracht der eigenen Bräune dann nicht ganz so sehr auffällt. Aus diesem Grund wird ein brauner Teint häufig als die Flecktarnung des Karrieristen fehlinterpretiert.

Auf dem Weg von der Arbeit  nach Hause kauft er sich dann hin und wieder zum Trost ein halbes Hähnchen.

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