Das Beste von SAUERUNDKOHL

Wir mühen uns jetzt seit 3 Jahren, weit entfernt von allen bewohnten Planeten im Orbit der Stille und Anonymität, ab mit Politik, der SPD, Brathendl (Brathuhn), Sprache, dem Menschen, Hamstern und Leistungsgerechtigkeit. Das Beste veröffentlichen wir nochmal , … und leise klingt es durch die Stille des endlosen Orbits: „Happy Birthday SAUERUNDKOHL!“

 

BAD BUSINESS (2) – In the long run we`re all …

inthelongrun

Oktober 2019 – Weiter geht`s mit den SAUERUNDKOHL Tipps für den Managementnachwuchs!

 

Und weil Sauer ein so hübsches Blättchen gelungen ist, fangen wir mit dem Ende an: Der letzten Verhandlung!

Wie wir alle wissen, hat das letzte Hemd keine Taschen und langfristig sind wir alle tot (John Maynard Keynes). Das soll den jungen Manager aber nicht schrecken! Schließlich ist das noch ein paar Jahre hin, es sind noch ein paar Karrierestufen zu überfliegen, Boni einzusammeln, Wettbewerbe zu gewinnen, Deals zu machen…

Der „angemessene“ Gewinn

richtiger: Das unsinnige Gerede von „angemessenen“ Gewinn!

Begeistert präsentierenSAUERUNDKOHL einen weiteren Gastbeitrag aus „Leberecht Lottermanns Lexikon der Leistungsgesellschaft“. Wiederum begegnet er kritisch einer DER zynischen Vergriffsverwirrungen unserer zunehmend lottrig werdenden Gleichmachergesellschaft.

Vorhang auf! Bild ab und “ Auf die Plätze“!

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Wiederum ist es Leberecht Lottermann, unser Fachmann für ein Leben in Leistungs-gerechtigkeit ,der uns die Welt erklärt und vor der Heimtücke der Sprache warnt! Hier: Die hinterlistige Lüge vom „angemessenen“ Gewinn.

„Angemessener Gewinn“?Dieser Begriff verdient allenfalls eine kurze Erwähnung.

Es handelt sich auch hier um den Versuch der moralinsüßen, terminologischen Verwässerung eines eindeutigen ökonomischen Zielsystems durch selbsternannte Wirtschaftsethiker und anderer, an den Gestaden befremdlicher Grenzwissenschaften gestrandeter, verwirrter Geister.

Der Begriff „Angemessenheit“ postuliert,  schier demagogisch, der von Unternehmen erzielte Gewinn sei mitunter „falsch“, zumeist „zu hoch“, bemessen (grölen hier die Neider). Spätestens seit Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wird immer wieder versucht derart  fadenscheinige, nicht operationalisierbare Begriffe in die Wirtschaftstheorie einzubringen. Junge Manager und Nachwuchswissenschaftler sollen hierdurch nachhaltig verunsichert und vom rechten Weg abgebracht werden.

Ausgehend von der Unterstellung, es gäbe einen Konflikt zwischen der unternehmerischen Gewinnerzielung und anderen, gleichbedeutenden Interessenlagen, werden auch hier wieder  wachsweiche Abwägungsentscheidungen zwischen Gewinnerzielungsinteresse und der „gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt“ gefordert. Eine ruchvolle und hinterhältigeTechnik, die wir bereits wiederholt in unseren Ausführungen entlarven konnten.

Denn: Was ist die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt den anderes als der kumulierte Gewinn einer Volkswirtschaft?

Nur eine konsequente Ausrichtung sämtlicher Bemühungen am wirtschaftlichen Wohlstand ermöglicht es doch, andere, nachgelagerte Interessenlagen in unserer Gesellschaft überhaupt am Rand wahrnehmen, ja, unter Umständen sogar berücksichtigen zu können. Würde eine Volkswirtschaft feige das Knie vor diesen „gleichbedeutenden“ Interessenlagen beugen, seien sie nur arbeitnehmerrechtlicher, ökologischer oder sozialer Natur, wären wir in kürzester Zeit zurückversetzt in ein überreguliertes frühmittelalterliches Ständewesen in welchem dem aktiv gestaltenden Unternehmer sofort Folter und Bäckertaufe drohten! Die Aufregung über den „Dieselskandal“ zeigt es doch! Ist es nicht sogar unternehmerische Aufgabe eine Cash Cow zu melken und den Produktlebenszyklus nach Erreichen des Break-Even maximal zu verlängern?

Lediglich einer Gruppe grün-alternativer Kartoffelkäfer in Menschengestalt mag ein derartiges Gesellschaftssystem aus drogenkonsumbedingt-träger Innovationsfeindlichkeit und mangelnder Hygiene als „beste aller möglichen Welten“ gelten. (Herrn Kretschmann nehmen wir hier explizit aus: Der weiß, wo sein Diesel steht!)

Wir weisen derartige Gleichmacherei entschieden zurück. Froh sein soll der, für den, leistungscheu  in seiner Hängematte liegend, etwas übrig bleibt, das andere im  Schweiße ihres Angesichts tapfer erarbeitet haben! Abscheulich und widerwärtig, dann auch noch zu fordern!

Sauers Tochter kennt den Begriff Frühschoppen nicht. Deshalb: Zeit für eine Erklärung. DIE SENDUNG MIT dem KOHL!

Faszination Sprache: Frühschoppen

Zur Zeit unserer Altvorderen war Frühschoppen eine schöne Möglichkeit sich am Sonntagmorgen die Kante zu geben. Das wurde als elementarer Bestandteil abendländischer Kultur verstanden.

Danach gings heim zu Mutti und den Kindern: Lecker Mittagessen und dann Sofaschläfchen.

Im Fernsehen gab es sogar den Internationalen Frühschoppen. Da hat dann ein Rudel Journalisten an besagtem Sonntagmorgen im Ersten bei Weisswein und vollen Studioaschenbechern die Weltlage diskutiert. Je nach Pegel sieht man die Weltlage

bis ca 1,1 Promille erregt und erhitzt (Stufe 1)

ab 1,1 Promille machtlos und gelassen (Stufe 2) bei nachlassend präziser Artikulation

Bei einer Trinkgeschwindigkeit von 0,5 Litern (Weißwein) / Stunde ist die Stufe 2 bei einem Veranstaltungsbeginn um 10 Uhr so gegen 11 Uhr 30 erreichbar. Beschleunigt man dann weiter, führt dies häufig zu Appetitlosigkeit und Diskussionen mit Mutti, die vermieden werden sollten 1).

Auch heute hätten wir hinreichend Grund uns die Weltlage schön zu trinken. Wobei die Diktatur des Proletariats etwas anders, als wir das bisher kannten, aktuell ja vor allem in den USA wenig fröhliche Urstände feiert.

Innenpolitisch wird uns auch weiterhin eine große Koalition durch weitgehende Tatenlosigkeit sedieren. Auch hier sind Diskussionen mit Mutti wenig erfreulich und führen zu nichts, sodass  vor allem Bewältigung der Außenpolitik Alkoholunterstützung erfordert. Man hat ohnehin den Eindruck, der eine oder andere hätte sich bereits vor Amtsantritt blöd gesoffen.

Heute versteht man unter Frühshoppen, wenn man vor 10 Uhr 30 morgens schon beim Einkaufen ist.

vgl. hierzu: Bolzky, Hanko: Alkohol als Instrument der politischen Willensbildung – ein Selbstversuch; in: Zeitschrift für den politischen Alltag, 34. Jahrgang, Heft 233, S. 34-39

Wiederum ist es uns gelungen, Leberecht Lottermann, den Herausgeber von „Leberecht Lottermanns Lexikon der Leistungsgesellschaft“ zu einem Gastkommentar zu überreden. Diesmal hilft uns Herr Lottermann dabei ein „basic“ unserer Leistungs-gesellschaft besser zu verstehen: Den Markt!

https://sauerundkohl.com/2017/05/31/der-markt-leberecht-lottermann-hilft/