A gmaade Wiesn – Mutti und der rote Zwerg

Bundestagswahl ist alle 4 Jahre und am Ende gewinnt Mutti

Wir wissen wie Welt geht

Sauerundkohl

Erfahren Sie, warum die Bundestagswahl spannend ist und Keinen interessiert. Was macht der rote Zwerg mit Mutti? Was macht der rote Zwerg nach der Wahl? Wofür beten die Grünen? Und wo führt das alles hin?

Es wird jetzt schon um 8 Uhr dunkel. Der Sommer ist langsam vorbei. Sommer ist, wenn alle Urlaub haben und sich keiner für die Bundestagswahl interessiert. Der Herbst kommt. Herbst ist, wenn alle wieder arbeiten müssen und sich keiner für die Bundestagswahl interessiert.

 „Des is a gmaade Wiesn“, hochdeutsch „alles entschieden“: Weitere 4 Jahre Muttikratie. Reflektiertes Erleben kontemplativen, politischen Stillstands. Der rote Zwerg und die rote Zwergpartei suchen weiter nach Themen,um Mutti zu ärgern. Leider haben Sie das, was sie jetzt besser machen wollen, vorher schlechter (mit)entschieden: Maut, soziale Gerechtigkeit. (Viel mehr ist den Zwergen  zum Mutti-Ärgernauch nicht eingefallen).

roter Zwerg

Also wird der rote Zwerg wieder  kleiner Partner einer Groko und ruiniert nochmal, im Rahmen des Koalitionsfriedens, 4 Jahre lang die letzten Rudimente sozialdemokratischer, wie hieß das noch: Ideale?

Oder kommt es doch anders? Chris Lindner, Bacherlor des Neuliberalismus und die Grünen mit Mutti im Jamaika-Reigen ?

Vorstellbar wäre es ja: Die Kretschmann Fraktion bei den öko-konservativen, vulgo „Grünen“, betet sowieso jeden Abend für Mutti, die FDP hat ohnehin wenig im Gepäck außer neoliberale Wirtschaftspolitik und segelt deshalb leicht im opportunistischen Wind und alle haben ein Faible für die Autoindustrie.

Dann ist es ja d o c h spannend – nur für den roten Zwerg nicht.

Und für die Autoindustrie.

Im Arsch – wegen 1,44 Euro Flaschenpfand vor Gericht

In München standen diese Woche zwei Flaschensammler wegen Diebstahls vor Gericht.

SAUERUNDKOHL – Gemeint sind hier nicht Liebhaber von Gebrauchsglas aus dem 17. und 18 Jahrhundert sondern Menschen, die sich mit Pfandsammeln das üppige Hartz 4 aufbessern.

Anwohner fanden das nicht toll, dass hier Leute in ihrem Wohlstandsmüll rumsuchen – vielleicht sogar noch in einer Gegend in der arme Leute jetzt wirklich nichts zu suchen haben – und holten die Polizei.

Der Richter war aber jetzt der Meinung, es sei kein Schaden entstanden – das Pfand für die 18 Flaschen im Wert von 1,44 Euro wäre ohnehin perdu gewesen. Ein Problem bleibt natürlich: Wie soll man jetzt noch dieses Gesindel aus den guten Gegenden fern halten – IST UNSER GUTER MÜLL JETZT NICHT MEHR SICHER ?

Eine Gesellschaft muss schon ganz schön im Arsch sein, wenn sie den Armen nicht mal mehr ihren Abfall gönnt.

 

Skandal – EILMELDUNG! DAS Ausland greift schamlos in den deutschen Wahlkampf ein !!!

München – Wieder passiert es! Eine Blitzrecherche unseres Enthüllungsjournalisten Jupp Kopalla deckt auf: Nach russischen Hackerangriffen auf die US Wahlen kommt es jetzt noch dicker in Deutschland!

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Sauerundkohl

Ein dänisches Filialunternehmen versucht Deutschland vor der Bundestagswahl mit Miniaturabbildungen des SPD Kandlerkanditaten Schulz (Foto unten) zu überschwemmen und so das Wahlergebnis der SPD wieder über 10 % zu bringen.

roter Zwerg

Foto: Nicht 100% getroffene Miniaturplastik des SPD Kanzlerkandidaten
Schulz (Größe und Farbe entsprechen durchaus dem Original)

Sind wir denn vor nichts mehr sicher ? Attackiert die internationale (halb)Linke jetzt in tiefster Not mit allen Mitteln und durchtriebenen Methoden? Wehrt sich die CDU mit dem „Mutti“ T-Shirt ? Kontert die FDP mit dem kostenlosen Lindner-Barttrimmer ? Hacked die Linke jetzt linked in ?

Was die AFD macht, wollen wir gar nicht wissen.

Doch, wie es scheint, wird diese ruchlose rote Zwerg Attacke auf den deutschen Wähler erfolglos bleiben: Allzugut verkaufen sich die ca. 12 cm großen Fanartikel angeblich nicht.

Der „angemessene“ Gewinn

richtiger: Das unsinnige Gerede von „angemessenen“ Gewinn!

Stolzgeschwellt präsentieren Sauer und Kohl einen weiteren Gastbeitrag aus Leberecht Lottermanns Lexikon der Leistungsgesellschaft. Wiederum begegnet er kritisch eine DER zynischen Vergriffsverwirrungen unserer lottrigwerdenden Gleichmachergesellschaft.

Vorhang auf! Bild ab und Auf die Plätze!

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Leberecht Lottermann – unser Fachmann für ein Leben in Leistung und Gerechtigkeit

 

Wiederum ist es Leberecht Lottermann, unser Fachmann für ein Leben in Leistungsgerechtigkeit und Autor von Leberecht Lottermanns Lexikon der Leistungsgesellschaft, der uns die Welt erklärt! Hier: Die hinterlistige Lüge vom „angemessenen“ Gewinn.

Dieser Begriff verdient allenfalls eine kurze Erwähnung. Es handelt sich auch hier um den Versuch der moralinsüßen, terminologischen Verwässerung eines eindeutigen Zielsystems durch selbsternannte Wirtschaftsethiker und anderer, an den Gestaden befremdlicher Grenzwissenschaften gestrandeter, verwirrter Geister.

Der Begriff „Angemessenheit“ postuliert,  schier demagogisch, der von Unternehmen erzielte Gewinn sei mitunter „falsch“, zumeist „zu hoch“, bemessen . Spätestens seit Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wird immer wieder versucht derart  fadenscheinige, nicht operationalisierbare Begriffe in die Wirtschaftstheorie einzubringen. Junge Manager und Nachwuchswissenschaftler sollen hierdurch nachhaltig verunsichert und vom rechten Weg abgebracht werden.

Ausgehend von der Unterstellung, es gäbe einen Konflikt zwischen der unternehmerischen Gewinnerzielung und anderer, gleichbedeutender Interessenlagen werden auch hier wieder  wachsweiche Abwägungsentscheidungen zwischen Gewinnerzielungsinteresse und der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt gefordert. Eine ruchvolle und hinterhältigeTechnik, die wir bereits wiederholt in unseren Ausführungen entlarven konnten.

Nur eine konsequente Ausrichtung sämtlicher Bemühungen am wirtschaftlichen Wohlstand ermöglicht es doch, andere, nachgelagerte Interessenlagen in unserer Gesellschaft überhaupt am Rand wahrnehmen, ja, unter Umständen sogar berücksichtigen zu können. Würde eine Volkswirtschaft feige das Knie vor diesen „gleichbedeutenden“ Interessenlagen beugen, seien sie nur arbeitnehmerrechtlicher, ökologischer oder sozialer Natur, wären wir in kürzester Zeit zurückversetzt in ein überreguliertes frühmittelalterliches Ständewesen in welchem dem aktiv gestaltenden Unternehmer sofort Folter und Bäckertaufe drohten!

Lediglich einer Gruppe grün-alternativer Kartoffelkäfer in Menschengestalt mag ein derartiges Gesellschaftssystem aus drogenkonsumbedingt-träger Innovationsfeindlichkeit und mangelnder Hygiene als „beste aller möglichen Welten“ gelten.

Wir weisen derartige Gleichmacherei entschieden zurück. Froh sein soll der, für den, leistungscheu  in seiner Hängematte liegend, etwas übrig bleibt, das andere im  Schweiße ihres Angesichts tapfer erarbeitet haben! Abscheulich und widerwärtig, dann auch noch zu fordern!

Saumäßig sauer auf Apple !

Sauer läßt einen Apple Fehler reparieren und wird ver-appelt.

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Sauerundkohl

April 2017: Sauer hat ein Apple iphone S6 . Das S6 hat einen kaputten Akku – Produktionsfehler, sagt Apple. Da hat Apple ein Problem, könnte man meinen.

Stimmt aber nicht: Sauer hat ein Problem! Sauer braucht sein Handy und  in den nächsten 4 Wochen hat Apple blöderweise gerade mal  keine „autorisierten“ Ressourcen für die Reparatur. Vielleicht, weil es zu viele kaputte Akkus sind, was wiederum eigentlich das Problem von Apple ist/ wäre.

Ein Austauschgerät  gibt es auch nicht.

Da Sauer das Handy wegen einer Auslandreise braucht, lässt er es woanders reparieren – geht am nächsten Tag – komisch, die Anderen haben Ressourcen – und dann ab ins Ausland.

Nach seiner Rückkehr  fragt  Sauer bei den netten Call Center Leuten von Apple in Irland an, wie er die Kohle für die Reparatur wiederkriegt, schließlich war das ja ein Apple Produktionsfehler.

Die netten Call Center Leute von Apple in Irland sind auch total betroffen und wollen ganz wahnsinnig helfen und fragen auch nochmal beim Chef nach. Helfen können (wollen oder dürfen) sie aber nicht: Sauer kriegt die Kohle für die Reparatur nicht erstattet.

Begründung: Selber Schuld. Hättest ja warten können, bis Apple so weit ist, (Depp)!

Außerdem weist man Sauer darauf hin, dass er jetzt keine Garantie mehr hat für sein S6, weil der Akkuaustausch ja unautorisiert gelaufen ist.

Jetzt ist Sauer sauer und fühlt sich extrem verkohlt, nein verappelt, eigentlich verarscht.

Apple ist fein raus: Der Meister des eleganten Designs liefert zwar einen unelegant – steinzeitlichen Service, das aber zu minimalen Kosten und wälzt seine Probleme sauber auf seine Kunden ab:

Außen hui und innen faul!

Und wir rufen Apple den geilen Satz von ihrer Website zu:

„Alles, was Du machst, machst Du besser“ – gilt leider nicht für Euren Service!

Wenn das da draußen jemand liest: Sauer und Kohl würde gerne wissen, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt!

Abscheulich: NEID! Neues aus der Welt der niederen Beweggründe!

Auch heute erklärt uns Leberecht Lottermann, unser Fachmann für ein Leben in Leistungsgerechtigkeit, wieder ein Stück Welt: Den Neid und seine gastigen Ursachen.

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Leberecht Lottermann

Neid ist ein in unserer Gesellschaft weit verbreitetes und kategorisch abzulehnendes Phänomen.

Neid bedeutet, dass man gerne das hätte, was der Andere hat. Grundsätzlich hat der Andere das, was er hat, ohnehin nicht verdient. Deshalb sind, laut Sartre, die Anderen auch immer die Hölle.

Am weitesten verbreitet ist der Neid auf Vorstandsgehälter. Vorstände, allen voran die Vorstandsvorsitzenden, arbeiten  400 Tage im Jahr und 180 Stunden in der Woche. Sie haben einen Blutdruck von mindestens 280 zu 200 und eine durchschnittliche Lebenserwartung von 44 Jahren. Es werden aber durchaus auch ältere Exemplare gesichtet.

Der durchschnittliche Vorstandsvorsitzende muss 3 Ex-Ehefrauen mit durchfüttern, mehreren Kindern aus mehreren Ehen teure Internate finanzieren, sich mehrmals jährlich vor dem Aufsichtsrat und einmal vor der Hauptversammlung rechtfertigen, Reden für Ministerpräsidenten redigieren, Kanzler und -rinnen beraten und ist immer an allem Schuld und mit 1,5 Beinen im Knast.

Das nennt man Gesamtverantwortung.

Dies allein rechtfertigt schon ein siebenstelliges Gehalt. Vorstandsvorsitzende haben außerdem eine hohe gesellschaftliche Verantwortung für den Sharehold Value, dafür, dass es dem Diesel gut geht und dafür, dass wirtschaftliche Risiken optimal auf die SAllgemeinheit abgewälzt werden können. Energieversorger und Banken seinen hier als leuchtende Beispiele genannt.

Frauen sind in Vorständen selten anzutreffen. Allenfalls als Personalvorständin . Sie verdienen auch hier schlechter als ihre männlichen Kollegen und verletzen damit keine über Jahrzehnte etablierten Traditionen. Man ist Vorständinnen gegenüber deshalb weniger neidisch hinsichtlich der Bezüge, ist aber grundsätzlich skeptisch, was sie da oben im Vorstand überhaupt verloren haben und nennt sie dann Quotenfrauen.

Überlebt ein Vorstand sein Mandat wird er Aufsichtsrat oder Golfspieler. Er lebt dann vom kargen Ersparten und schreibt seine Memoiren.

Ein weiterer betriebswirtschaftlich relevanter Aspekt des Neids ist der Bandwaggon Effekt. Das bedeutet, dass man gerne kauft, was die Nachbarn haben. Das ist besonders schwierig, wenn man als Postbeamter zum Beispiel neben Christiano Ronaldo wohnt. Aber das kommt selten vor. Normalerweise bleibt man unter Seinesgleichen. Ronaldo bei Ronaldo und Postbeamte gibt es ohnehin kaum mehr.

Wenn man also immer mehr haben will als der Nachbar, lebt man in tätiger Unruhe. Diese wird als positive Konsumstimmung von den Wirtschaftswissenschaften geschätzt.

Wäre ja noch schöner, wenn man einfach mit dem zufrieden wäre, was man hat.