Der Schlagbaum

Jetzt wissen wir auch warum das „Schlagbaum“ heißt

Die EU und die USA gehen jetzt im Handelsstreit mit Strafzöllen auf einander los. Die Einen sagen, das sei eine eher unangemessenen Vorgehensweise im globalisierten Wettbewerb, Andere sagen, Trump habe Recht: Die EU belege die US ohnehin schon mit gemein hohen Einfuhr-zöllen. Holt die Keule raus! Diplomatie und Konsens waren gestern – beziehungsweise vor Trump.

Außerdem gewinnt das in Europa aus der Mode gekommene Wort „Schlagbaum“ eine neue Bedeutung.

Draghische Entscheidung – Es geht nicht nur um die Bananen (Parabel)

Im letzten Beitrag haben wir uns mit EZB und der ach-so-nötigen Inflationsrate von 2 % beschäftigt.

In der Zeit-Online, 9.3. steht sinngemäß: Draghi verteidige die niedrigen Leitzinsen auch damit, dass sie den Schuldenabbau der Staaten, (Unternehmen und Haushalte) wesentlich erleichtere. Höhere Schulden bedeuteten höheren Schuldendienst und wiederum höhere Staatsverschuldung.

Also erkauft Draghi den stark verschuldeten Länder der EU Zeit zur Haushalts-konsolidierung. Blöd nur, wenn diese Staaten dennoch so weiter machen, wie bisher. Also nicht konsolidieren. In Italien, gerne als „kranker Mann Europas“ bezeichnet, sieht es so aus. Spanien scheint auf einem guten Weg, Griechenland ist wohl weit durch das Tal der Qualen durch. Frankreich hofft wohl auf Angela Merkel und die deutsch-französische Solidarität.

Am Ende wird ein Teil der EU weiter mit deutlich defizitären Haushalten dastehen – allen voran Italien – und Draghis Entscheidung hat nicht viel mehr gebracht, als eine Menge sauerer Sparer, die erkennen, dass sie mit der Geldentwertung (0 Zinsen, 2 % Inflationsrate) ihrer Sparkonten „denen im Süden“ Zeit erkauft haben, die nicht genutzt wurde.

Draghisch!

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Wie die EU zuerst auf die Rosine und dann auf den Hund kommt

Ursprünglich war die Rosine ja mal eine Weintraube. Die Traube schrumpelt dann, entwickelt Zucker – irgendwas mit Gährung – und kommt dann in den Kuchen. Da kann man sie dann wieder rauspulen.

Wie wir seit Ricardo (Ökonom, 18. Jhd.) wissen, haben die Engländer keinen Wein und die Portugiesen kein Tuch. Vielleicht sind die Briten ja deshalb so hinter jeder Rosine her beim Brexit  und pulen im Kuchen rum und suchen, was sie gerne behalten würden.

Früher wollte Maggy Thatcher immer nur ihr „money back“, jetzt wäre das den Briten sicher auch Recht.

Zusätzlich würden Sie auch zukünftig gerne weiter mitreden, nichts – auch keine Zölle –  zahlen, reibungslos in die EU importieren … Vor allem möchte man gerne trotzdem „Raus aus der EU“ und da, wo`s vorteilhaft ist gerne doch ein bisschen priviligiert sein und Partner und irgendwie etwas dabei bleiben. OHNE Pflichten. Gerne auch mit Mitspracherechten und so.

Wichtig ist nur: Nichts zahlen und nichts tun m ü s s e n.

Naja, das klingt ein bisschen wie bei einigen anderen EU Ländern. Wenn`s um Pflichten geht: Lieber nicht! Bei Rechten und EU Geldern: Gern!

Scheinbar ist die EU insgesamt auf die Rosine gekommen. Vor die Hunde geht sie dadurch unweigerlich.

sukquadrat