Sauer und Kohl wünschen fränkische Ostern

… und frohe Ostern natürlich auch!

Mehr gibt es ausnahmsweise nicht zu sagen. Das heißt schon!

Nach Ostern

sukschrift

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Hackedoof – Axel Hacke regt sich über die ungerechte Welt auf

Es kommt mal vor, dass jemand hackedicht ist. Hackedoof ist Axel Hacke, wenn er sich über apple aufregt. Dass er sich aufregt, ist ja richtig: Was google, apple, amazon tun, um keine Steuern dort zu zahlen, wo sie viel Geld verdienen,  von der hohen Kaufkraft profitieren und Infrastruktur nutzen, ist kreativ und unverschämt.

Durchaus Recht hat in dem Artikel im Süddeutsche Zeitung Magazin vom Herbst 2017 – wir sind hackespät dran – seine Frau, wenn sie sagt:

»Außerdem sind wir selbst schuld. Wir kaufen Handys und Laufschuhe, benutzen Google, bestellen Zeug. Wir müssten sie boykottieren. Dazu sind wir zu bequem.«

Hammermäßig daneben ist dann der Herr Hacke, wenn er schreibt:

»Das ist nicht unsere Aufgabe!«, sagte ich. »Im Grundgesetz steht, der Gebrauch von Eigentum solle zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Ich verlange, dass man das durchsetzt. Das können wir nicht als Privatleute.«

Apple interessiert der Artikel 14 des Grundgesetzes so sehr wie facebook der Datenschutz und Amazon das Arbeitsrecht (hierzu empfehlen wir den super Artikel über „mechanical turks“ auf sz.de vom 22.3.2018 von Laura Meschede).

Aber weil wir armen Würstchen dagegen nix machen können, am wenigsten unser Kaufverhalten ändern, geht das so weiter. Denn wir sind alle hackedoof.  Eigentlich ist die Souveränität unserer Kaufentscheidungen unser bestes Mittel hier aktiv zu werden -> Konsumentensouveränität. Denn nichts tut diesen Konzernen so weh, wie sinkende Umsätze und Börsenkurse.

Ja, die Massenträgheit ist ein physikalisches Gesetz und ein bequemes Versteck.

Bevor ich vom schicken i phone auf das (nicht mehr viel weniger schicke) Samsung umsteige, reg ich mich lieber auf und schrei nach der Politik und dem Grundgesetz und „verlange, dass man das durchsetzt“.

Vielleicht kann man von jemandem, der mit seinem Kühlschrank spricht auch nicht mehr erwarten.

Gebt den Affen Zuckerberg!

Oh je! Da gibt es einen Datenskandal! In den USA! FACEBOOK! Big Data und Freunde-Infos einfach so weitergeben und analysiert!

Schrecklich!

Nun ist Mark Zuckerberg nicht mit Philantrophie zum 5 reichsten  Mann der Welt geworden, sondern mit Geschäftssinn. Daten (Interessen, Aktivitäten, Beziehungsstrukturen …) sammeln, Daten clustern, sampeln und vermarkten (Facebook adds verkaufen und schalten).

Wer von uns  glaubt, dass er seine Geheimnisse auf Facebook gut vor der Öffentlichkeit  gesichert hat, ist ein Idiot und hat es nicht anders verdient. Wer glaubt, Facebook würde mit dem, was es ihm zu lesen gibt nicht auch versuchen, ihn zu manipulieren gleich zweimal. Wer glaubt, Facebook kriegt es jetzt mal richtig gezeigt, ist ein Idiot und Politiker und hat keine Ahnung. Das wird nicht passieren.

Schlimm nur: Während sich in den USA einige der ganz Großen beim Thema Steuern und Datenschutz sauber ins Fäustchen lachen und allenfalls der Höflichkeit halber entsetzt tun, wenn mal wieder was Unangenehmes rauskommt, ächzen die kleineren bei der Vorbereitung auf die Vorgabenpakete der Europäischen Datenschutzgrund-verordnung, die mit deutlich höheren Strafen droht. – Nicht für google, facebook-whatapp,  amazon ….

Verfahrensbeschreibungen, fette Datenschutzerklärungen, Verträge, Verein-barungen zur Auftragsverarbeitung, noch mehr Verträge und Alles in Allem mehr Papier, als mehr Datensicherheit.

Die EU streut mit ihrer Reglementierungssalve schön breit, erwischt alle. Nein, Facebook, Google und Co. erwischen sie nicht.

Wir fordern: Kafighaltung für Staatssekretäre !

Vom Huhn – wir konzentrieren uns heute auf das Legehuhn, mit dem Brathuhn beschäftigen wir uns später – wissen wir aus dem frühen deutschen Schlager, dass es niemals ins Büro muss, nicht viel zu tun hat, außer Eierlegen, und seine Produktionsleistung besonders gerne am Sonntag erbringt, weil es da „sogar 2“ Eier legt. Auch hier ähnelt das Huhn dem Menschen nicht.

Das Huhn muss häufig unter wenig erbaulichen und beengten Bedingungen leben und produzieren. Das nennt man Legebatterie oder Massentierhaltung. Auch der Mensch produziert und lebt mitunter in wenig erbaulichen Bedingungen. Das heißt dann Großstadt (beengt) oder Callcenter (beengt und wenig erbaulich). Von Massenmenschhaltung wird hingegen eigentlich nie gesprochen.

In der Großstadt verbringt der Mensch seine Zeit mit U-Bahn fahren, im Stau stehen und der Pflege seiner Neurosen. Ob Hühner Neurosen haben, ist nicht bekannt, aber bei den dargestellten Arbeitsbedingungen wahrscheinlich. Das Huhn reagiert auf die Arbeitsbedingungen dadurch, dass es Feder verliert. Das kann der Mensch nicht, weil er keine hat. Er streikt gegebenenfalls oder bekommt einen burn out.

Während das Huhn vom Menschen ausgebeutet wird, beutet sich der Mensch nicht mehr selbst aus. Das war früher und hieß“ Manchesterkapitalismus“. Heute wird der Mensch als Produktionsfaktor effizient eingesetzt.

Das ist etwas grundlegend anderes, wird auch als „optimale Allokation der Ressourcen“ bezeichnet, und ist richtig, weil es wirtschaftlich rational ist.

Wenn ein Huhn keine Eier mehr legt, bekommt es einen Stromschlag und wird dann weiterverwertet. Der Mensch kann unter eher normalen Bedingungen so bis sechzig arbeiten, muss dann aber weitermachen wegen der Rente. Einen Stromschlag bekommt er nach Ende seines Produktionslebens bisher nicht.

Auf Stress reagieren Mensch und Huhn gerne mit Herzversagen. Beim Huhn ist das schlecht wegen der Produktionsleistung, die dann unerwartet abbricht. Beim Menschen ist das wegen der Rentenkasse und aus volkswirtschaftlicher Sicht ein sehr interessanter Weg.

Grundsätzlich hat das Huhn eine sehr kurze Ausbildungszeit. Es beherrscht die auszuübende Tätigkeit früh und ohne Anleitung. Beim Menschen erfordert es hingegen eine kostenintensive und lange Anlernphase bis er, sagen wir mal, als Staatssekretär oder Gartenbaugehilfe seiner Tätigkeit nachgehen kann.

Der Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt ist bei Hühnern und Gartenbaugehilfen unzweifelhaft. Auch von Staatsekretären ist bekannt, dass sie keine Eier legen können und fast immer in Großstädten leben. Die Bewertung ihrer Produktionsleistung wird zumeist postum vorgenommen und fällt in der Regel ernüchternd aus. Im Gegensatz zu Huhn und Gartenbaugehilfe geht der Staatssekretär früher in den Ruhestand oder in die freie Wirtschaft. Dort wirkt er unter hohen Bezügen netzwerkend und heilsbringend.

Während ein Huhn so circa 280 Eier pro Jahr legt, schafft ein Staatssekretär in diesem Zeitraum durchschnittlich 160 Aktennotizen und die Mitwirkung an zwei Gesetzesvorlagen1).

In Deutschland gab es 2016 ca. 40 Millionen Hühner, die immer mehr in Bodenhaltung und weniger im Käfig arbeiten und 12 Milliarden  Eier legten. Laut dem Bund der Steuerzahler gibt es aktuell 35 Parlamentarische Staatssekretäre – jetzt sind es noch ein paar mehr geworden –  und weiter eine  ganze Reihe beamteter Staatssekretäre, die  in Großstädten leben.  Diese stehen sich laut dem Bund der Steuerzahler ständig gegenseitig im Weg und das führt zu „Rangeleien und Komplikationen“ und ist außerdem teuer.  Eine Käfighaltung bei Staatssekretären könnte derartige Rangeleien vermeiden helfen, ist aber dennoch nicht vorgesehen.

Die meisten Staatssekretäre gibt es in Berlin. Das ist aber nicht der Grund, warum Berlin besonders arm, nachlassend sexy und führend im Bereich vergeigter Großprojekte  ist; könnte zur Erklärung aber signifikant beitragen. Seit September es in Berlin auch noch mehr Bundestagsabgeordnete, die nicht in Käfighaltung gehalten werden, keine Eier legen und auch mitunter neurotisch sind. Auch bei Neurosen liegt Berlin deutlich vorn. Dafür gibt es in Berlin auffallend wenig Hühner. Brathühner gibt es dort schon, aber damit wollen wir uns, wie bereits oben gesagt, später beschäftigen.

 

 

Vgl.: Bong, Hans-Jürgen: Die Leistungsbeurteilung bei Staatssekretären; Schriftenreihe für das gesamte Formularwesen, 11/2015; S. 233 bis 235

Draghische Entscheidung – Es geht nicht nur um die Bananen (Parabel)

Im letzten Beitrag haben wir uns mit EZB und der ach-so-nötigen Inflationsrate von 2 % beschäftigt.

In der Zeit-Online, 9.3. steht sinngemäß: Draghi verteidige die niedrigen Leitzinsen auch damit, dass sie den Schuldenabbau der Staaten, (Unternehmen und Haushalte) wesentlich erleichtere. Höhere Schulden bedeuteten höheren Schuldendienst und wiederum höhere Staatsverschuldung.

Also erkauft Draghi den stark verschuldeten Länder der EU Zeit zur Haushalts-konsolidierung. Blöd nur, wenn diese Staaten dennoch so weiter machen, wie bisher. Also nicht konsolidieren. In Italien, gerne als „kranker Mann Europas“ bezeichnet, sieht es so aus. Spanien scheint auf einem guten Weg, Griechenland ist wohl weit durch das Tal der Qualen durch. Frankreich hofft wohl auf Angela Merkel und die deutsch-französische Solidarität.

Am Ende wird ein Teil der EU weiter mit deutlich defizitären Haushalten dastehen – allen voran Italien – und Draghis Entscheidung hat nicht viel mehr gebracht, als eine Menge sauerer Sparer, die erkennen, dass sie mit der Geldentwertung (0 Zinsen, 2 % Inflationsrate) ihrer Sparkonten „denen im Süden“ Zeit erkauft haben, die nicht genutzt wurde.

Draghisch!

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Völlig Banane! Wirtschaftstheorie für Äffchen: Inflationstheorie mit der Bananen Parabel

Wie war das nochmal: Wenn es keine Inflation gibt, schläft der Konsum ein? Die Löhne fallen. Das Wirtschaftssubjekt (Mensch) verschiebt Käufe auf später, weil alles billiger wird. Deflation nennt man das. Er geht abwärts. Deshalb kein Wachstum. Beängstigend!

Aus diesem Grund braucht man eine ordentliche  Inflation! So 2 % sind laut Mario Draghi am besten. Dann klappt es auch wieder mit dem Konsum.

Erklärt wird das in der Theorie am Beispiel des Garten Eden und einer Ein-Produkt-Bananen-Volkswirtschaft. Die Bananen Parabel stammt von  John Maynard Keynes (Volkswirt)  und alle beten sie nach.

Supertheorie für ein Land mit 25 %  oder mehr Jugendarbeitslosigkeit (Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und vagen Zukunftsaussichten): Wenn der ersehnte Sportwagen oder die Schrankwand vielleicht bald teurer wird, greift man zu – auch bei über 35 % Jugendarbeitslosigkeit (Nullzins) und NULL  Zukunfts-perspektiven.

Und witzigerweise hat die Deflation in Deutschland (ja, da war sie auch!) den Konsum und das Wachstum ja a u c h nicht gestoppt.

Spannend ist auch, dass die schwache Inflation damals vor allem von sinkenden Ölpreisen induziert war (Waren k o r b nicht nur Bananen) Und da ist die Gefahr der Kaufzurückhaltung  ja besonders hoch: Wir warten ja alle gern mal 3 Monate mit dem Tanken in der Hoffnung, der Sprit wird billiger.

Leider ist Volkswirtschaft so: Damit ein Modell d`raus wird , – Theorie wollen wir das gar nicht nennen – vereinfacht man gern durch das Setzen realitätsferner Prämissen.

Schlimm nur,  wenn  dann viele gedankenlos und unkritisch simple Theorien nachplappern wie die Äffchen. Womit wir wieder bei der Banane wären.

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Zum Start der Bundesregierung ist sie da: DIE VOLKSBADEENTE!!!

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Da ist sie! Süß – gell! … und nicht gerade jetzt, weil wir uns wünschen, dass die neue Regierung ein Reinfall wird oder ins Wasser geht.  Nein! Sie ist mächtig, die VOLKSBADEENTE, denn nichts ist mächtiger, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!

Der Begleiter, nein: DER Begleiter für das samstägliche Wannenbad:

Treu, deutsch und wasserdicht bis 30 Meter! … und schmutzt nicht!

Natürlich kann sie den Deutschen Schäferhund nicht ersetzen, hat

aber beim gemeinsamen Wannenbad bezüglich Hygiene, Platzbedarf

und Trockenzeit erhebliche Vorteile!

Und plätschert dahin im Lauwarmen. Komisch, dass uns das jetzt schon wieder

an die Bundesregierung erinnert!

Bellt nicht, scheißt nirgends hin, holt aber auch kein Stöckchen.

In der Deutschland-Farbkombination Schwarz – rotgold !

 

Hol sie Dir jetzt!

 

FAQs:

Nein. Es gibt sie nicht „in Plüsch“.

Nein! Die Volksbadeente gibt es n i c h t in braun!

Wie die EU zuerst auf die Rosine und dann auf den Hund kommt

Ursprünglich war die Rosine ja mal eine Weintraube. Die Traube schrumpelt dann, entwickelt Zucker – irgendwas mit Gährung – und kommt dann in den Kuchen. Da kann man sie dann wieder rauspulen.

Wie wir seit Ricardo (Ökonom, 18. Jhd.) wissen, haben die Engländer keinen Wein und die Portugiesen kein Tuch. Vielleicht sind die Briten ja deshalb so hinter jeder Rosine her beim Brexit  und pulen im Kuchen rum und suchen, was sie gerne behalten würden.

Früher wollte Maggy Thatcher immer nur ihr „money back“, jetzt wäre das den Briten sicher auch Recht.

Zusätzlich würden Sie auch zukünftig gerne weiter mitreden, nichts – auch keine Zölle –  zahlen, reibungslos in die EU importieren … Vor allem möchte man gerne trotzdem „Raus aus der EU“ und da, wo`s vorteilhaft ist gerne doch ein bisschen priviligiert sein und Partner und irgendwie etwas dabei bleiben. OHNE Pflichten. Gerne auch mit Mitspracherechten und so.

Wichtig ist nur: Nichts zahlen und nichts tun m ü s s e n.

Naja, das klingt ein bisschen wie bei einigen anderen EU Ländern. Wenn`s um Pflichten geht: Lieber nicht! Bei Rechten und EU Geldern: Gern!

Scheinbar ist die EU insgesamt auf die Rosine gekommen. Vor die Hunde geht sie dadurch unweigerlich.

sukquadrat