Kon•tem•p•la•ti•on

In unserer hektisch-materialistischen Zeit bleibt wenig Gelegenheit zu Intraspektion und gedanklicher Einkehr. Gerade jetzt, in der herannahenden Fastenzeit, wäre doch hinreichend Anlass und Gelegenheit für beschauliches Nachdenken, für Reflexion und Sinnsuche!

Keine Zeit – sagen Sie?!

Papperlapapp! Raum ist in der kleinsten Hütte und  Zeit im vollsten Terminkalender!

SAUERUNDKOHL gehen voran und zeigen Ihnen die schönsten Momente für gedankliche Einkehr, Ruhe und Besinnlichkeit in den Fastentagen!

Zum Beispiel das hier: Morgens 5 Uhr 45. Mit dem Zamperl raus und dann bei minus 2 Grad im Sonnenaufgang warten bis ….

hund

… warten bis der Hund,- naja, Sie wissen schon

Danach gibt`s für ordenliche Leute dann ja auch einen praktischen Biohandwärmer.

Oder hier: Da läßt der eine oder andere doch auch sauber Zeit liegen beim Warten, vor allem wenn er

ü50

männlich, über 50 ?

warten muss, weil es nicht mehr so richtig läuft. Na, da ist doch Zeit für etwas Muße. Oder hier. Gerade so direkt nach der Arbeit, den Stress von sich abperlen lassen und einfach mal „Ommmmmm!“ sagen in der

supermarkt

Rentnerschlange

Schlange an der Supermarktkasse Abends und 6. Bis die Damen und Herren Ihren Einkauf auf dem Band und das Wechselgeld gefunden haben, da müssten Sie mit Ihrem Karma doch schon wieder eine weitere Stufe der Läuterung erfahren haben.

Also von wegen keine Zeit! Los geht es mit der

Kon•tem•p•la•ti•on

Aber erst am Mittwoch! Faschings- und Karnevalsmuffel können aber auch gleich anfangen.

 

 

Dumm ist das neue blöd

„Fett ist das neue mager?“ Wie lange müssen wir diesen geistlosen Scheiß von uninspirierten Journalisten noch ertragen ?

Schwarz ist das neue grau. Streifen sind das neue Karo, orange das neue gelb, Fleisch der neue Fisch, Hund die neue Katze. Ich kann`s nicht mehr hören!

Getrennt ist das neue Zusammen“ jodelt mir die Taz jetzt vor.

Wahrscheinlich hat es irgendwann in der Brigitte Redaktion angefangen mit „salzig ist das neue süss“ oder in der Cosmopolitan „Verzicht ist die neue Lust“ oder vielleicht in der Beef Redaktion „Schwein ist das neue Rind“. Alle fangen es cool (jedem Angang wohnt ein Zauber inne) und Schwupps muss keiner, der schreibt, oder es versucht, sich weitere Gedanken um einen Titel, eine Headline, machen.

Ganz einfach: (Formel)

1) Nicht denken.

2) Verbinde einen Begriff „A“, egal ob Verb, Substantiv oder Adjektiv mit einem Begriff „B“, egal ob Verb, Substantiv oder Adjektiv und fertig ist die Schlagzeile.

Wie wäre es denn mit …  „Arsch“  ist das neue „ Loch“? Gut nicht gerade feinsinnig, aber das kann man  ja nicht erwarten.