Seltsame Wesen – heute: Der Dünkel

Allein die Definition des Dünkels im Google Wörterbuch hat schon etwas mystisches und dünkelhaftes:

„…von anderen als unangenehm empfundenes, sich in jemandes Verhalten deutlich ausdrückendes Bewusstsein einer vermeintlichen (gesellschaftlichen, geistigen) Überlegenheit

„ein intellektueller, akademischer Dünkel“  „Zitat Ende.

Zunächst ist der Dünkel hässlich, dünn, klein, grün und hat einen deutlichen Überbiss (siehe Bild). Er trägt im Sommer wie im Winter einen beigen Trenchcoat und eine Aktentasche, außerdem einen waldgrünen Cordhut zu seiner 5,5  Dioptrin Hornbrille.

Aufgabe des Dünkel ist es, darauf zu  achten, dass es ordentlich zugeht auf der Welt und nichts durcheinander kommt.

Trotz seiner Kleidung fühlt sich der Dünkel in Werbeagenturen sehr wohl, wo fast alle schlecht bezahlt werden,  ganz besonders kreativ, toll, sexy und ganz besonders hochnäsig sind.

Auch Akademiker und Adel lieben den Dünkel und der Dünkel liebt sie, denn er sorgt dafür, dass man unter Seinesgleichen bleiben kann und „Seinesgleichen“ liebt der Dünkel. Der Dünkel liebt es auch, wenn man Leute wegen ihrer Ausbildung oder Herkunft schon mal per se für blöd und unfähig hält und sich selbst für was Besonderes, wegen des Diploms oder Doktortitels, des „von“ oder wegen des schmucken messingfarbenen Kanzlei- oder Praxisschilds.

Tätigkeitsfeld und Aufgabenbereich des Dünkels sind  breit und bunt:

Der akademische Kunstmaler beispielweise muss sich die Arbeiten eines Autodidakten gar nicht ansehen um zu wissen, dass das nichts sein kann.  Ein Geisterwissenschaftler hat in einem Unternehmensvorstand ebenso wenig  zu suchen, wie jemand mit „nur“ mittlerer Reife,  Angestellte wollten früher keine Handwerker zum Schwiegersohn oder heimatvertriebene Habenichtse, später keine Türken, Gründungsgrüne wissen, dass andere, neuere Grüne die Grünen nie verstehen werden…

Manches ändert sich, aber der Dünkel ist ja flexibel. Er kann sich ja auf uns verlassen und passt sich an.

Unser Bedürfnis, etwas Besseres zu sein, steht offensichtlich weit über unserer Intelligenz und Toleranz. Außerdem erleichtert ein solider Vorbehalt das Leben, vereinfacht die Meinungsbildung und das ermöglicht das praktische Sortieren der Mitmenschen in Schubladen.

Im Gegensatz zu Toleranz und sozialem Ausgleich ist der Dünkel nicht vom Aussterben bedroht.

 

GAME OVER! Nehmt SuperMario den Hammer weg! Die EZB, die Niedrigzinspolitik und ihr italienischer Bankrott

Eigentlich ist das eine Hammergeschichte: Super Mario und sein geldpolitischer Werkzeugkasten stehen eigentlich vor dem „GAME OVER“:

Da kauft die EZB über Jahre Staatsanleihen, erhöht dafür die Geldmenge und fährt eine O-Zinspolitik. Ziel: Hochverschuldete Länder bei der Haushaltskonsolidierung unterstützen. Jetzt sind die EU Skeptiker in Italien an der Regierung und die sagen dafür nicht „Grazie“ ,und „DANKE“ erst recht nicht.

Nochmal langsam:

Damit insbesondere die stark verschuldeten südeuropäischen Länder nicht Bankrott gehen und der Euro mit, kaufte und kauft man, die EZB, seit 2014 für viele Milliarden Staatsanleihen. Zu ca 20 % italienische. Damit gehen die Zinsen für die Staatsanleihen runter und die Schuldzinsen belasten die Staatsausgaben dieser Länder weniger.

Ziel: Die Staaten sollen die Zeit nutzen um ihre Haushalte zu sanieren. Pustekuchen: Man kann sich so nämlich auch billiger neu und deshalb höher verschulden!

Dafür gibt es auch auf das Ersparte auf dem Konto seit 2014 keine Zinsen mehr.

 

Was man geschafft hat, ist schon, auf Kosten der Zinsen für`s gesparte den Euro zu retten oder vielleicht aber auch nur das Siechtum zu verlängern:

„Genutzt hat Rom die durch die EZB gekaufte Zeit zur Schuldensanierung nicht. Die Verbindlichkeiten sind trotzdem weiter gestiegen.“ Schrieb Michael Rasch im Februar (7.2.2018 in der NZZ online) und weiter: „Es ist wohl lediglich eine Frage der Zeit, bis in Italien und anderswo die Staatsschuldenkrise erneut voll ausbricht.“

Also nix erreicht. Doch: Den Euro gibt es ja noch.

In Programme z.B. gegen Jugendarbeitslosigkeit wäre das Geld besser investiert gewesen.

Die Jungs von der EZB haben auch einen Tipp für die, die wegen der miesen Zinsen auf dem Sparkonto jammern:

Schulden machen! Staatsanleihen kaufen! Italienische, die müssten wieder teurer werden jetzt.

Jens Spahn erhält den Seneca Preis 2018

Für seine herausragenden Verdienste um die Vermittlung der stoischen Lehre von Bescheidenheit und Konsumverzicht wird Jens Spahn in diesem Jahr der renommierte Seneca Preis verliehen.

Die 8-köpfige, paritätisch besetzte Jury  begründete in Gütersloh ihre Entscheidung wie folgt:

„ So, wie Seneca als einer der reichsten Männer Roms, aus dem Prunk heraus den Verzicht predigte, definiert Jens Spahn das zum Leben Notwendige aus der Sicht des ahnungslos Reichen, – hat er Armut doch selbst nie erlebt.

Dem Selbstversuch verweigert er sich mit fadenscheinigen Argumenten. Bleibt also auch hier Philosoph.

Einem derart großen Maß an Borniertheit und Verlogenheit können wir den Preis nicht verweigern“

Eine Preisverleihung findet aus Kostengründen nicht statt.

Am 6.6. ist Brown Nose Day!! WELTARSCHKRIECHERTAG

Endlich mal ein Tag für ehrliche Gefühle! Am 6.6. ist Brown Nose Day – Weltarschkriechertag! Wir haben das mal so bestimmt, sonst institutionalisieren wir den nie!

Erfunden haben das die Amerikaner! Da geht es ja auch rund in Sachen devote Haltung ! Bücken und: „I love you Mr. President!“

Aber auch in Deutschland gibt es den einen oder anderen, der das Gütesiegel „Brauner Punkt“ verdient hätte.

Jo Kaeser bei seinem Besuch bei Trump war auch tief drin in Sachen Gasturbinenproduktion!

Fallen Euch noch mehr ein? Wir sind sicher! …und zum Jahresende könnten wir ja auch die oder den Mr/Mrs Brown (Nose) küren!

Politiker die ihre Chefs lieb haben, Spieler ihre Trainer oder wir fangen mal bei uns selbst an („(Wo)man in the mirror) und haben am 6.6. mal jemanden so richtig lieb, den wir eigentlich Scheisse finden und holen uns dabei eine braune Nase.

Also bitte Vorschläge! – Selbstverständlich nur ernst gemeinte! Oder Erlebnisberichte im Schüleraufsatzstil „wie ich mal eine braune Nase hatte“ … Also los!

sukquadrat

 

 

 

 

RUSCHA 2018 !

Es ist bald soweit! Die Fußball EM beginnt am 14.6 – SAUERUNDKOHL sind vorn dabei!

Zeit für SAUERUNDKOHL das Thema Gerechtigkeit etwas hinten an zu stellen und etwas zur guten Stimmung beizutragen!

Zunächst widmen wir und d e m neuen Fanartikel für RUSCHA 2018, der VOLKSOHRENKERZE !!!  Ja,- endlich gibt es sie! Ausdruck nationaler Fußballbegeisterung und Ohrenreiniger in Einem!

(Nachdem wir mit der VOLKSBADEENTE  und der Aktion PRO LO die erste Million gemacht haben, gilt es hier noch einen drauf zu setzen im Mördschendeising!)

Dann geht es bei RUSCHA 2018 um die 4 kleinen Bären:

  • Den bösen russischen Bären, der überall seine Krallen hin ausstreckt und rumprovoziert! (So bad!)
  • Jogi Bär und Jogi Löw
  • Bär Littbarski

und Bärti Vogts

schmeiß mich weg! Sorry für die letzten beiden!

Also: Es geht um Fußball im weitesten Sinne und morgen kommt die Geschichte mit der VOLKSOHRENKERZE!

Danach kommen die 4 kleinen Bären (vielleicht kommen ja noch mehr dazu: Bärnd Schuster zum Beispiel …)und dann

… schau mer mal!

Pünklich zum1. Mai startet PRO-LO – die Initiative für solidarischen Lohnverzicht

PRO-LO fordert mehr Bottom-up Solidarität! Denn so kann es nicht weiter gehen:

Alle fordern mehr Lohn! Dieses nahezu asoziale Verhalten gefährdet wirtschaftliches Wachstum und stellt das Betriebsergebnis  mutig –voranleistender- Unternehmer (MVU) immer wieder auf`s Neue in Frage.

Wo ist hier die Dankbarkeit für den Arbeitsplatz ud für das dem Mitarbeiter von der Unternehmensleitung entgegen gebrachte Vertrauen ? Sollte sich das nicht lohnforderungsmindernd auswirken?

Nein! Weit und breit keine Dankbarkeit!

Hier gefährden von linken Splittergruppen Verblendete ihr Arbeitsplätze und die Solidarität der Geschäftleitung mit den Arbeitnehmerinteressen.

Deshalb haben SAUERUNDKOHL zusammen mit dem international anerkannten Fachmann für ein Leben in Leistungsgerechtigkeit, Leberecht Lottermann, PRO-LO ins Leben gerufen, die Initiative für mehr Dankbarkeit und Bottom-up-Solidarität. Denn besonders unternehmerische Leistung muss sich lohnen!

Werden Sie Mitglied bei PRO-LO!

Spenden Sie!  Gerne lassen wir uns auch z.B. von Unternehmerverbänden mit üppigen Zuwendungen bei dieser guten Sache unterstützen!

PRO-LO für mehr Bottom-up Solidarität!!!

Hackedoof – Axel Hacke regt sich über die ungerechte Welt auf

Es kommt mal vor, dass jemand hackedicht ist. Hackedoof ist Axel Hacke, wenn er sich über apple aufregt. Dass er sich aufregt, ist ja richtig: Was google, apple, amazon tun, um keine Steuern dort zu zahlen, wo sie viel Geld verdienen,  von der hohen Kaufkraft profitieren und Infrastruktur nutzen, ist kreativ und unverschämt.

Durchaus Recht hat in dem Artikel im Süddeutsche Zeitung Magazin vom Herbst 2017 – wir sind hackespät dran – seine Frau, wenn sie sagt:

»Außerdem sind wir selbst schuld. Wir kaufen Handys und Laufschuhe, benutzen Google, bestellen Zeug. Wir müssten sie boykottieren. Dazu sind wir zu bequem.«

Hammermäßig daneben ist dann der Herr Hacke, wenn er schreibt:

»Das ist nicht unsere Aufgabe!«, sagte ich. »Im Grundgesetz steht, der Gebrauch von Eigentum solle zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Ich verlange, dass man das durchsetzt. Das können wir nicht als Privatleute.«

Apple interessiert der Artikel 14 des Grundgesetzes so sehr wie facebook der Datenschutz und Amazon das Arbeitsrecht (hierzu empfehlen wir den super Artikel über „mechanical turks“ auf sz.de vom 22.3.2018 von Laura Meschede).

Aber weil wir armen Würstchen dagegen nix machen können, am wenigsten unser Kaufverhalten ändern, geht das so weiter. Denn wir sind alle hackedoof.  Eigentlich ist die Souveränität unserer Kaufentscheidungen unser bestes Mittel hier aktiv zu werden -> Konsumentensouveränität. Denn nichts tut diesen Konzernen so weh, wie sinkende Umsätze und Börsenkurse.

Ja, die Massenträgheit ist ein physikalisches Gesetz und ein bequemes Versteck.

Bevor ich vom schicken i phone auf das (nicht mehr viel weniger schicke) Samsung umsteige, reg ich mich lieber auf und schrei nach der Politik und dem Grundgesetz und „verlange, dass man das durchsetzt“.

Vielleicht kann man von jemandem, der mit seinem Kühlschrank spricht auch nicht mehr erwarten.

Gebt den Affen Zuckerberg!

Oh je! Da gibt es einen Datenskandal! In den USA! FACEBOOK! Big Data und Freunde-Infos einfach so weitergeben und analysiert!

Schrecklich!

Nun ist Mark Zuckerberg nicht mit Philantrophie zum 5 reichsten  Mann der Welt geworden, sondern mit Geschäftssinn. Daten (Interessen, Aktivitäten, Beziehungsstrukturen …) sammeln, Daten clustern, sampeln und vermarkten (Facebook adds verkaufen und schalten).

Wer von uns  glaubt, dass er seine Geheimnisse auf Facebook gut vor der Öffentlichkeit  gesichert hat, ist ein Idiot und hat es nicht anders verdient. Wer glaubt, Facebook würde mit dem, was es ihm zu lesen gibt nicht auch versuchen, ihn zu manipulieren gleich zweimal. Wer glaubt, Facebook kriegt es jetzt mal richtig gezeigt, ist ein Idiot und Politiker und hat keine Ahnung. Das wird nicht passieren.

Schlimm nur: Während sich in den USA einige der ganz Großen beim Thema Steuern und Datenschutz sauber ins Fäustchen lachen und allenfalls der Höflichkeit halber entsetzt tun, wenn mal wieder was Unangenehmes rauskommt, ächzen die kleineren bei der Vorbereitung auf die Vorgabenpakete der Europäischen Datenschutzgrund-verordnung, die mit deutlich höheren Strafen droht. – Nicht für google, facebook-whatapp,  amazon ….

Verfahrensbeschreibungen, fette Datenschutzerklärungen, Verträge, Verein-barungen zur Auftragsverarbeitung, noch mehr Verträge und Alles in Allem mehr Papier, als mehr Datensicherheit.

Die EU streut mit ihrer Reglementierungssalve schön breit, erwischt alle. Nein, Facebook, Google und Co. erwischen sie nicht.