Vorsicht vor Vorurteilen

Jetzt hat es der Philipp Amthor nach der sensationell peinlichen Anbiederung an die Bloggerszene  – Stichwort „Rezo, du alter Zerstörer“ –  wieder dick in die Schlagzeilen geschafft! Der junge Mann mit den Bankdirektorklamotten und dem Erstklässlergesicht hat jetzt trotz Prädikatsexamen einen Fettfleck auf dem Lebenslauf: Augustus Intelligence.  Lobbyismusverdacht.

Augustus ist in Sachen KI unterwegs, weist keinen Umsatz aus, hat wohl aber gute Kontakte in die deutsche Politik. Auch durch Herrn Amthor. Für die Unterstützung gab es Aktienoptionen, die hat Herr Amthor aber nicht eingelöst. Das ganze ging durch die Presse. Es folgten

– Einsicht

-Entschuldigung

– Rückzug aus einem Untersuchungsausschuss

Kann man Karriereknick nennen.

„Ja“ , denkt da der rüstige Senior „die Jungen können es halt nicht!“ Und das hat man ja eigentlich schon immer gewusst.

Tatsächlich ist das Jammern über die Unfähigkeit der Jugend schon von Sokrates überliefert. Der soll gesagt haben „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität.“ Das ist jetzt ca. 2500 Jahre her.

Es liegt aber nicht an der Jugend sondern am Tempo. Wahrscheinlich fällt man, wenn man die Treppe hochfliegt, irgendwann doch auf die Fresse und denkt sich dann:

Ein bisschen langsamer und reflektierter wäre besser gewesen.

Vielleicht liegt es auch an einer Partei und einer Medienlandschaft,  die Jugend so dringend braucht, dass sie jeden hyped, der auch nur ansatzweise vermarktbar ist.

ERLEUCHTUNG : Geld alleine ist nicht böse

Man muss sich mit der Börse auseinandersetzen, den Kapitalismus kann nur kritisieren, wer seine Strukturen durchschaut und wenn man die Leute a n schaut, die an der Börse mit großen Summen spekulieren, könnte einem manchmal das Kotzen kommen.

So oder so ähnlich sagt das Aya Jaff im Interview mit „Jetzt“. Sie hat ein Buch über die Börse geschrieben.

Wenn Du also wissen willst, was Gott über Geld denkt, schau` Dir die Menschen an, denen er viel davon gegeben hat?

Ein schwacher Trost in einer Welt in der Arm und Reich immer weiter aus einander driften.

Ja, Sie können an der Börse Geld in Firmen investieren, die ökologisch und nachhaltig produzieren, zumindest vorgeben „moralische Leitlinien und Werte“  zu haben. Sie können in Fonds investieren, die weder in Rüstung noch in Atomkraft investieren und auch nicht mit Lebensmitteln und Wasser spekulieren, keine Kinderarbeit akzeptieren.

Sie können Ihr Geld auch einer nachhaltig handelnden Bank anvertrauen. Die sind zwar nicht ganz so bekannt, aber so was gibt es.

All das ist möglich, es tun nur sehr wenige, die das tun. Die Verantwortung für das eigene Geld wird Banken, Fondmanager, Versicherungen übertragen.

Die Gründe dafür, dass wirtschaftliches Handeln häufig „dysfunktional“ ist und nicht selten zu negativen gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen führt, sind vielfältig:

Umweltverbrauch ist nach wie vor nicht angemessen repräsentiert in den Kalkulationsmodellen wirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Effizienz. Ebenso wenig muss ein fairer Umgang mit Mitarbeitern „eingepreist werden“. Deshalb sehen die Bilanzen und Dividenden von Rüstungsunternehmen und Unternehmen, die in Afrika und Asien Rohstoffe und Menschen ausbeuten häufig so einladend aus und werden als blue Chips hoch gehandelt.

Deshalb haben deutsche Automanager Abgastests manipulieren lassen und viel zu spät konsequent  in neue Antriebstechnologien investiert: Der Diesel war bereits lange „break even“. Die Cash Cow, die man melken muss, solange es geht. (Boston Consulting Matrix;  Marktanteils-Marktwachstumsportfolio)

Die Wirtschaftswissenschaften haben per se keinen normativen Handlungsrahmen. Hier wird stehts der Nettonutzen maximiert. Hier gilt ganz simple g -> max ! Und der rationale Aktor, der homo oeconomicus, hat auch keine moralischen Präferenzen. Das gilt nicht nur in der Theorie.

Die Verantwortung für die eigenen Investitionen, das gilt für Aktien, Fonds, auch für Lebensversicherungen, trägt jeder einzelne. Und die Abwägungsentscheidung zwischen schmutzigen Geschäften und hohen Gewinnen und guten Dividenden nimmt uns keiner ab.

Doch! 80 % der deutschen Bevölkerung haben gar kein Vermögen um an der Börse zu zocken. Vielleicht ein bisschen Lebensversicherung … in den Händen eines der großen institutionellen Anleger.

 Wieder müssen wir den eigenen Verstand bemühen und Frau Jaff sagt uns nicht sehr viel Neues.

Sapere aude!

SIE IST WIEDER DA: Die

In Zeiten von Einsamkeit und Unsicherheit braucht der Mensch einen Freund!

Deshalb relaunchen 1)SAUERUNDKOHL jetzt

Die VOLKSbadeENTE!

Der Begleiter, nein: DER Begleiter für das samstägliche Wannenbad:

Treu, deutsch und wasserdicht bis 30 Meter! … und schmutzt nicht!

Natürlich kann sie den Deutschen Schäferhund (Bild unten) nicht ersetzen, hat aber beim gemeinsamen Wannenbad bezüglich Hygiene, Platzbedarf und Trockenzeit erhebliche Vorteile!

Und plätschert dahin im Lauwarmen. Komisch, dass uns das jetzt schon wieder an die Bundesregierung erinnert!

Bellt nicht, scheißt nirgends hin, holt aber auch kein Stöckchen.

Widerspricht nicht und verfügt nicht über infizierbare Atmungsorgane!

Mit der Volksbadeente haben sie also Spaß und Freundschaft ohne Angst! Ja, das ist selten geworden!

In der Deutschland-Farbkombination Schwarz – rot gold !

Nein. Es gibt sie nicht „in Plüsch“.

Nein! Die Volksbadeente gibt es n i c h t in braun!

  1. ) Als Relaunch bezeichnet man im Marketing, wenn man einen alten, erfolglosen Scheiß wieder aufkocht

SCHLUCHZ: Wem können wir jetzt noch vertrauen?

Am 28.4. stellt DIE ZEIT die Vertrauensfrage: Wem können wir jetzt noch vertrauen? Leben die Autoren in einer durch die Ausgangssperre entstandenen Ehekrise ? Wurden sie von ihren eigenen Eltern belogen? … vom Pfarrer?

Die Autoren sind traumatisiert, denn Die Wissenschaft windet sich im „weiß nicht“ (genau)! Möglicherweise irrt sie sogar schreiben die Autoren zweifelnd und verzweifelt.

So muss sie der Mensch gefühlt haben, als er zu fragen begann „Was, wenn es doch keine Götter gibt?“

Die Wissenschaft, jenes Manifest der Vernunft, zeigt aus Sicht der Autoren im Zusammenhang mit der Coronaforschung und -bekämpfung L ü c k e n!

Die Wissenschaft weiß nicht genau! Das geht nicht!

Ja, leider kann die Wissenschaft aktuell auch nur Realphänomene beobachten und daraus unter hohem Zeitdruck Hypothesen ableiten. Z.T. können diese Hypothesen dann weiterverfolgt werden, z.T. müssen sie verworfen werden. Zwischen drin eine Menge Stochastik.

So geht Erkenntnisfortschritt. Das gilt dann auch für die Handlungsanweisungen, die aus den Annahmen abgeleitet werden.

Eigentlich ist das für Journalisten doch schön, denn mit jeder neuen Hypothese kann man dann eine neue Sau durchs Dorf treiben: Machen es die Schweden besser? Doch lieber eine schnelle Durchseuchung? Schmierinfektion ja oder nein? Droht uns die Triage? Ist Söder zu langsam? Kriegt man durch Feinstaub schneller Corona? Ist es dann letaler? … oder verbreitet Corona sich in Ballungsgebieten schneller? (Anzunehmen)

Gibt es dort, wo mehr Frösche leben, mehr Kinder?

Es gibt immer etwas, dem wir trauen können: Uns selbst und unserem eigene Verstand? … und hoffentlich ein paar lieben Menschen.

Die Wissenschaft tut was sie kann. Mehr kann sie nicht… und konnte sie nie.

Sapere aude!

SEX SELLS!!!

Die Regel ist so alt, wie SAUERUNDKOHL zusammen. Und das i s t alt. Mit Kinderbildern, Tieren und Sex verkauft man Auflage oder kriegt clicks. Und natürlich mit Corona.

Aber auf Corona haben wir keinen Bock mehr, aber wir haben Glück. Bei uns schaut eh keiner rein. Deshalb versuchen wir es heute mal mit Sex! Also nachfolgend ein paar heiße Bilder!

scharf, gell
… jaja! sogar mit Vögeln! Gleich kommt noch eines
ja, es wird zu viel! Steamy sozusagen!
so! Das war dampfende Erotik!

Und wir hören jetzt wieder auf. Zuviel ist ja auch nicht gut!

Wie? War nicht erotisch und hatte nichts mit Sex zu tun? Das stört Sie doch bei den anderen „Teasern“, die Sie so Tag ein und Tag aus sehen auch nicht.

Aber bei uns mosern!

Komische OSTERN – eine Bildergeschichte

Ist doch komisch! Ostern! Ein paar Tage frei, Superwetter und niemand ist so richtig glücklich.

Manchen fehlt der Pfarrer und der Gottesdienst! Den anderen fehlt der Oppa, den darf man nicht besuchen.

… und die Omma. Die darf man a u c h nicht besuchen.

Wenn man die besuchen will. Die sieht ja irgendwie schon komisch aus. Zu „komisch“ kommen wir gleich noch. Aber man kann ja viel machen:

Den Hund erziehen, mit dem darf man ja raus. Und natürlich …

Essen. Essen kann man immer. Oder in den Garten gehen

… wenn man eine Garten hat. Wenn nicht, kann man in jedem Fall

jawoll: Essen. Aber es ist doch alles komisch. Die Straßen fast leer.

Außer Vögeln. Surreal … und bei jedem, den man trifft, fürchtet man, dass er

den Koller hat oder sonst was. Verstehen würde man es ja, aber helfen tut es ja auch nichts. Auf die Dauer ist

zuviel Familie dann ja auch zu viel des Guten, oder zuviel …

zuviel Karfreitag. Der ist ja eh immer komisch. Oder …

zuviel Essen. Wäre ja auch kein Wunder. Oder

zuviel Nähe ist gerade ja garnicht gut.

ABER:

Verlieren wir nicht die Nerven. Geniessen wir das Leben, so wie es ist, und freuen wir uns umso mehr drauf, wenn wir (irgendwann) wieder weitgehend uneingeschränkt sind.

Weiterhin können wir uns täglich mutig des eigenen Verstandes bedienen.

Frohe Ostern wünschen weiterhin SAUERUNDKOHL

HARMONISCH: Zeit für die Familie

Endlich mal Zeit für die Familie

Ne, Kinder! Isses schön!

Endlich mal zuhause, runterkommen und Zeit für die Familie!

Kwollititeim! Da sag mal einer ich kann kein Englisch!

Was anderes, als runterkommen kann man ja auch nicht machen! Die nächste Fuhre Klopapier auf den Dachboden räumen vielleicht.

Spiel des Lebens spielen, und Monopoli – beides hab ich schon als Kind gehasst! Oder wahlweise: Regale und Schubladen aufräumen und die Steuer! Nix mehr „schnell zu Günther rüber wegen dem Vergaserproblem“. Oder Hausaufgabenhilfe. Ich! In Deutsch! Das arme Kind!

Und immer schön locker dabei bleiben. Reicht ja, wenn die Kinder so langsam den Lagerkoller kriegen und die Frau.

Da sieht man mal: So schlecht ist Alltag garnicht. Jedenfalls aus der Ferne!

RAFFGIERIG: Hamsterkäufe

DER KÖNIG DER HORNOCHSEN

Mein letzter Hamsterkauf ist gut 40 Jahre her. Für 3,50 harte deutsche Mark, erstand ich das kleine flauschige Tier in einem Zoogeschäft. Konrad hab ich ihn genannt, nahm ihn mit nach Hause und habe ihn sehr geliebt.

Wenn man heute Hamsterkauft,  tut man das ja eher am Klorollenregal oder beim den Desinfektionsmitteln.

Angeblich hamstern die Franzosen ja Wein und Kondome und die Niederländer Marihuana. Herrlich, wie hier Klischees bedient werden.

Vielleicht bedient es ja auch ganz herrlich ein Klischee, dass das Coronavirus auf dem Wuhan Seafood Market, vermutlich  beim Verzehr einer infizierten Fledermaus, auf den Menschen übertragen wurde. Wir glauben es gern.

 Es passt ja auch in unsere Klischees.

Die Chinesen essen ja alles.

Virus und Wahnsinn

Wegen des Titelbildes zu unseren kurzen Text waren wir uns nicht einig. Passen tun ja beide.

GELASSEN! Liebe in den Zeiten der Cholera

Es herrscht PANIK! Der oder das Virus ist überall. Wir werden alle sterben.

(Früher oder später ist diese Aussage richtig).

Vorher aber noch rasch Klopapier, Desinfektionsmittel und Trockenhefe bunkern! Die Ellebogen raus. Es geht um`s Überleben!

Der Bundestag schafft den Hammelsprung ab! Was soll das arme Tier denn jetzt tun?

Versteht uns nicht falsch. Vorsicht ist natürlich geboten im Umgang miteinander. Rücksicht weiterhin auch! Hände waschen und nicht unbedingt im Strom der Menschen baden, macht Sinn. Das muss man leider so oder so, wenn man arbeiten und den ÖPNV benutzen muss.

Unter dieser dünnen Decke aus Zivilisation und Kultur beherrschen uns Gier und Angst. Und kommen schnell, ganz schnell zum Vorschein, wenn die Normalität bröckelt.

Habe den Mut Dich auch jetzt Deines eigenen Verstandes zu bedienen!

P.S.: SAUER hat wieder ein paar Blättchen gezeichnet. Nicht alles hat immer und unbedingt mit dem Virus zu tun. Auch bei SAUER nicht.

HAARIG: RAP Unzel und der Sprechgesang

Wieder sind SAUERUNDKOHL dem Thema „Gewalt in der Jugendliteratur“ auf der Spur.

Diesmal geht es um die vorbestrafte Rosi N. Ski, alias RAP Unzel, die nach einem Gefängnisausbruch zu guter letzt zum heimischen Glück findet.

Aber lesen Sie selbst:

In schwerer Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat, macht sich eine Jugendliche des Salatraubs im nachbarlichen Garten schuldig.

Würden hier heute Jugendstrafrecht, Ersttäterschaft, Geringfügigkeit des entstandenen Schadens und das soziale Umfeld – die Mutter ist schwer krank – strafmildernd wirken, ging damals der Hammer der judikativen Gewalt gnadenlos nieder:

Das junge Frau, Rosi N. Ski (17), wird zu 3 Jahren 4 Monaten Einzelhaft ohne Bewährung verurteilt. Schließlich trug sie während der Tat eine Salat-schleuder bei sich!  

Die Strafe muss Rosi N. Ski in einem Turm verbringen, der nur von außen zugänglich ist. – Ein unsinniges Zellenkonstrukt! Die Architektenhaftung war zu dieser Zeit noch nicht erfunden.

Die Justizvollzugsbeamten müssen  sich kletternd Zugang zur Zelle verschaffen, was zu häufigen Beschwerden der Polizeigewerkschaft wegen unzumutbarer Arbeitsbedingungen führt.

Im zweiten Haftjahr kommt es zu einem spektakulären Ausbruchsversuch: Der junge Kleinkriminelle Revlon von B. verschafft sich Zugang zum Zellentrakt und überwältigt eine der Vollzugsbeamtinnen, die 46-jährige  Lore Ahl.

Rosi N. Ski und Mario von B. fliehen aus der Strafanstalt und setzen sich nach einer haarsträubenden Verfolgungsjagd nach Frankreich ab. Rosi N. Ski arbeitet als Hairmodell. Wiederholt können die beiden sich der Festnahme durch die französische Polizei nur um Haaresbreite entziehen.

Im Mai des Folgejahres kehrt Rosi N. Ski nach Deutschland zurück. Sie hat Haare wie ein Tannenbaum und kann deshalb nicht mehr als Hairmodell arbeiten.

Rosi N. Ski gründet eine Haarpflegeserie, wird Darstellerin im Musical „Hair“ und wird unter dem Künstlernamen RAP Unzel eine der Ikonen des Sprechgesangs.

1972 heiratet sie den Schauspieler Telly Savalas, und lebt seither mit ihm in harmonischer Partnerschaft. Die Kinder Haarald, Haarkan und Haardy besuchen das Hardenberg Gymnasium.